Heiße Phase, Teil 1

Mit dem Schmotzigen Donnerstag hat am 12.02. die „heiße Phase“ der Fasnet begonnen. Der Höhepunkt der Kampagne mit den meisten Terminen und vielen Treffen der Narren.

Los ging es schon um 10.00 Uhr vormittags in der St. Borromäus Kirche in Winnenden. Die Narrenmesse war wie immer gut besucht – so voll dürfte die Kirche sonst allenfalls am Heiligen Abend sein 😉

Besinnlich starteten die einziehenden Querköpf‚ allerdings nicht. Laut und fröhlich ging es zu. Alle Narrengruppen wurden vorgestellt und mit „schön, dass ihr da seid“ begrüßt. Natürlich fielen in der „Predigt“ auch besinnliche Worte und Fürbitten wurden gesprochen – trotz allem war es ja ein Gottesdienst.

Gleich im Anschluss zog die närrische Schar über den Markt durch die Winnender Stadt vor das Rathaus. Unter dem Motto „Babyboom in Winnenden“ mussten sich OB Holzwarth und BM Haas einigen Spielen stellen – den Schlüssel zu ihrem Amtssitz hatten die beiden schon vorher freiwillig an den Ober-Querkopf Dunja übergeben. „Der einzige Bürgermeister, der nicht um den Schlüssel kämpft !“ wie Dunja frotzelnd feststellte.

Die Feier in Winnenden ging sicher noch lange weiter, die Sumpfgoischder konnten allerdings nicht zu lange bleiben, schließlich musste auch unser Rathaus erobert werden.

Der Wettergott war an diesem Tag wohl nicht aus Schwoiga, denn kurz vor dem offiziellen Beginn wurde es windig und regnerisch, obwohl unser Sprecher Holger nach Sonnenschutz fragte. Er ist halt ein Optimist – und das Wetter wurde ja auch besser !

Ganz so kampflos wie ihr Winnender Kollege gab unsere Bürgermeisterin Frau Dr. Loff aber nicht auf.

Sie nannte die vor dem Rathaus versammelten Narren und Besucher einen „kleinen Haufen“. Das kam natürlich gar nicht gut an.

Der Vorhaltung der Sumpfgoischder, dass der Bauhof nach Winnenden umziehen soll, kam sie mit Kostengründen entgegen und ob denn auch der Gemeinderat umziehen soll wurde sie gefragt. Das ging dann doch zu weit. „Wir wollen kein Winnender Teilort sein“, da war sich Frau Loff dann doch sicher 😉

Schließlich stürmten die Goischder und Putzteufel das Rathaus – in diesem Jahr nicht über die Leiter am Balkon des Bürgermeisterbüros. Dafür war es dann doch zu windig.

Die Bürgermeisterin wurde wegen ihres Einsatzes für die Schulmensa zur Gesundheitsbeauftragten degradiert – ob ihr das gefiel?

Wir freuen uns, dass viele Narren und Besucher aus Schwaikheim noch einige Zeit auf dem Rathausvorplatz blieben und mit uns feierten.

Unser Dank geht an die Putzteufel, die in diesem Jahr als fleißige Bienchen verkleidet Getränke ausschenkten und Catering Bölle, der dafür sorgte, dass keiner hungern musste.

Abends trafen sich die Goischder dann bei Elena im Schwaikheimer Stüble.

Am Freitag ging es für alle Sumpfgoischder, die frei hatten, nach Oppenweiler zur Narrenmesse in St. Stephanus. Pfarrer Frank Schöpe und alle anderen Reichenberger Burghexen hatten die Kirche fastnachtlich-festlich geschmückt und die Guggenmusik der Burgschränzer aus Rudersberg heizten musikalisch ein.

Auch hier wurde laut, fröhlich, aber auch manchmal nachdenklich gefeiert und die Gottesdienstbesucher wie immer mit einem „Segensbändel“ in die Fasnet entlassen.

Die Narren zogen vor die Rathausinsel, um Bürgermeister Bühler auch hier zu entmachten. Der verlässt ja sein Rathaus sowieso bald und bemerkte, dass ihm der Ansturm seiner Reichenberger Burghexen dann doch fehlen wird.

Fortsetzung folgt 😉